Wieso du Architektur studieren solltest! Oder auch nicht…

Die Basics

Erfolgreich, elegant und kreativ: Der Beruf und Lifestyle des Architekten hat einen guten Ruf. Kein Wunder, dass das Architekturstudium zu den beliebtesten Studiengängen Deutschlands gehört.

Doch wie sieht es in der Realität aus? Wir machen den Praxischeck für’s Studium!

 

Passt das Architekturstudium zu mir?

Bevor wir davon träumen, große Häuser zu planen, sollten wir erst mal mit den Basics anfangen… Welche Voraussetzungen sind für das Studium in Architektur nötig und passt es überhaupt zu mir?

Typischerweise denken die meisten gleich an Berechnungen und Mathematik, doch wir können Entwarnung geben: Du musst kein Mathegenie sein, um ein guter Architekt zu werden oder das Studium zu schaffen - ein mathematisches Grundverständnis wird es dir aber definitiv erleichtern.

Auch Kreativität ist eine wichtige Voraussetzung, denn viele Hochschulen fordern Bewerbungsmappen, die beispielsweise mit Freihandzeichnungen und anderen kreativen Elementen gefüllt sein müssen. Und auch im Studium spielt Gestaltung bei sehr vielen Fächern eine große Rolle.

Das wichtigste Talent, welches beim Architekturstudium gefragt ist? Ganz ehrlich: Durchhaltevermögen, Fleiss und eine gewisse Leidensfähigkeit. Dazu später aber mehr…

 

Bewerbung

Wie eben schon angesprochen, kann es sein, dass deine gewünschte Hochschule eine Bewerbungsmappe fordert. Oft reicht aber auch eine Online-Bewerbung über dein Zeugnis.

Nicht immer gibt es einen NC und an Fachhochschulen kannst du Architektur sogar, unter bestimmten Voraussetzungen, ohne Abitur studieren. Am Besten du informierst dich direkt auf den Websites deiner bevorzugten Studienorte.

 

Architektur studieren: Auf der Universität oder an der Fachhochschule?

Das Architekturstudium kannst du sowohl an Universitäten (zum Beispiel an einer technischen Universität, kurz „TU“), als auch an Fachhochschulen („TH“ oder „FH“) absolvieren. Während das Studium an Unis eher theoretisch betont ist, wird an Fachhochschulen mehr Wert auf die Praxis gelegt. Seit dem Bologna-Prozess sind die Abschlüsse von Uni und FH zwar theoretisch gleichwertig, aber du solltest im Vorfeld gut überlegen, welchen Schwerpunkt du legen willst. An den, meist kleineren, Hochschulen ist die Betreuung durch die Profs sehr intensiv und das Studium erinnert eher an den Schulbetrieb. An technischen Universitäten hingegen, läuft alles etwas wissenschaftlicher und theoretischer ab. Was passt, hängt also ganz von deinen Wünschen und Talenten ab.

Good to know: Der Abschluss „Diplom Ingenieur“ wurde vor einigen Jahren durch den „Master“ ersetzt. Unter den Architekturabsolventen genießt der Master sogar eine höhere Wertigkeit, als der „Dipl. Ing“. Allerdings kann insbesondere die ältere Generation in Deutschland noch nicht viel mit den neuen Abschlüssen Bachelor und Master anfangen… International gesehen sind die neuen Abschlüsse aber nur von Vorteil!

 

Reicht ein Bachelor in Architektur?

Das Architekturstudium ist in zwei Abschlüsse gegliedert: Bachelor und Master. Für die Karriere ist man mit dem Master in Architektur auf jeden Fall auf der sichereren Seite, da man mit dem Bachelor später nur recht wenige Möglichkeiten in der Praxis hat.

 

Good to know: „Architekt“ ist eine geschützte Berufsbezeichnung, die man erst offiziell führen darf, wenn man von der Architektenkammer aufgenommen wurde. Hierfür ist in der Regel ein Masterabschluss, sowie eine mehrjährige Berufspraxis nachzuweisen. Die genauen Vorschriften werden von den einzelnen Bundesländern geregelt.

 

… für dich klingt das alles extrem gut? Dann klicke auf den zweiten Teil und erfahre, wie das Studium aufgebaut ist, welche Geheimtipps die Architekturstudenten und Absolventen für dich haben und wie das Berufsleben so aussehen kann…